Das Haar wird lichter oder die Haut wirkt müde. Bei der PRP-Behandlung wird aus Ihrem eigenen Blut ein Plasma gewonnen, das reich an Blutplättchen ist, und gezielt in Kopfhaut oder Gesicht gespritzt.
Am besten untersucht ist PRP beim erblich bedingten Haarausfall. Blutplättchen enthalten Wachstumsfaktoren, die die Haarwurzeln anregen sollen. Mehrere Studien zeigen eine Zunahme der Haardichte, andere keinen Unterschied zu einer Scheinbehandlung.
Die europäische Leitlinie zum anlagebedingten Haarausfall spricht derzeit weder eine Empfehlung für noch gegen PRP aus, weil es noch kein einheitliches Verfahren gibt. Walid Wahabie sagt Ihnen deshalb vorher offen, was realistisch ist. Die Ursache Ihres Haarausfalls sollte geklärt sein, bevor Sie sich für die Behandlung entscheiden.
Erblich bedingter Haarausfall betrifft Männer wie Frauen, zeigt sich aber unterschiedlich. Bei Männern beginnt er meist mit Geheimratsecken und einer lichten Stelle am oberen Hinterkopf. Bei Frauen wird das Haar oft in der Mitte des Kopfes dünner, während der vordere Haaransatz erhalten bleibt. Je früher der Haarausfall behandelt wird, desto mehr Haarwurzeln sind in der Regel noch aktiv.
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Frischer aussehen mit dem, was Sie schon haben
Im Gesicht soll PRP die Hauterneuerung anregen. Ziel ist eine feinere Hautstruktur und ein frischerer Teint. Kleine Fältchen können weicher wirken, Volumen baut PRP nicht auf. Die Studienlage ist hier dünner als beim Haarausfall. Bei Bedarf wird das Plasma mit Hyaluronsäure kombiniert. Auch im Gesicht sind meist mehrere Sitzungen nötig, bevor sich die Haut sichtbar verändern kann. Wie viele es bei Ihnen sein sollen, besprechen Sie vorher.
Der Reiz der Methode liegt für viele darin, dass das Plasma aus dem eigenen Körper stammt. Ihre Haut soll angeregt werden, selbst aktiv zu werden. Wer sich eine schnelle, deutlich sichtbare Veränderung wünscht, ist mit einer anderen Behandlung meist besser beraten. Das sagt Ihnen Walid Wahabie im Gespräch ehrlich.
Wann sich die Eigenblutbehandlung lohnen kann
Wie gut PRP anspricht, hängt vom Stadium des Haarausfalls, von seiner Ursache und von Ihrem Körper ab. Am ehesten kommt die Behandlung infrage, wenn das Haar beginnt, lichter zu werden, und die Haarwurzeln noch arbeiten. Wo Haarwurzeln bereits verödet sind, kann auch Plasma keine neuen Haare wachsen lassen.
Hat Ihr Haarausfall eine andere Ursache, etwa eine Erkrankung oder einen Mangel, sollte diese zuerst behandelt werden. Das gilt besonders, wenn das Haar plötzlich und in großen Mengen ausfällt. Lassen Sie das vorher beim Hausarzt oder bei einer Hautärztin abklären. Bringen Sie vorhandene Befunde gern zur Beratung mit.
Im Gesicht eignet sich PRP für Haut, die fahl, müde oder unruhig wirkt. Bei tiefen Falten oder verlorenem Volumen kommen eher ein Filler mit Hyaluronsäure oder eine Faltenbehandlung mit Muskelrelaxans infrage.
„So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“
Der Grundsatz von Walid Wahabie
Gut vorbereitet in den Termin
Trinken Sie vor dem Termin ausreichend, etwa einen halben bis einen Liter Wasser. Das erleichtert die Blutabnahme und hilft, genug Plasma zu gewinnen.
Sprechen Sie vorher ab, ob Sie Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Diclofenac pausieren können, denn diese hemmen die Blutplättchen. Setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenmächtig ab. Haben Sie einen Infekt, verschieben Sie den Termin lieber.
Kommen Sie zu einer Behandlung im Gesicht möglichst ungeschminkt. Da die Haut danach meist gerötet ist, legen Sie wichtige Verabredungen besser nicht auf denselben Tag.
Eine Stunde, zwei Schritte
Die Haut wird mit einer Creme betäubt, dann werden etwa 30 Milliliter Blut abgenommen. In einer Zentrifuge wird das Blut aufbereitet, bis das plättchenreiche Plasma von den übrigen Bestandteilen abgetrennt ist. Mit einer feinen Nadel wird es in vielen kleinen Einstichen in die Kopfhaut oder die Gesichtshaut gespritzt. So verteilt sich das Plasma gleichmäßig über die Fläche, die behandelt werden soll. Insgesamt dauert der Termin etwa eine Stunde.
Die Blutabnahme fühlt sich an wie bei Ihrem Hausarzt. Während das Blut aufbereitet wird, warten Sie entspannt in der Praxis. Danach geht es direkt mit der Behandlung weiter.
Nach der Behandlung sind die Stellen oft gerötet. Schwellungen und kleine Blutergüsse gehen meist nach wenigen Tagen zurück. Infektionen sind selten.
Gut durch die ersten Tage
Ihre Haare waschen Sie nach einer Behandlung der Kopfhaut am besten erst nach 24 bis 48 Stunden wieder. Etwa drei Tage lang nach der Behandlung verzichten Sie auf Sport und heiße Bäder, zwei Wochen lang auf Sonnenbäder und Solarium. Färben, Dauerwelle und andere aggressive Haarbehandlungen verschieben Sie um einige Tage.
Die Kopfhaut kann sich in den ersten Stunden empfindlich anfühlen, leicht jucken oder spannen. Auch Kopfschmerzen sind möglich. Das klingt in der Regel innerhalb eines Tages ab. Arbeiten können Sie meist schon am nächsten Tag wieder.
Das Ziel: mehr Fülle, Schritt für Schritt
Haare wachsen langsam, deshalb braucht PRP Geduld. Üblich sind drei Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Erste Veränderungen, etwa weniger Haarausfall oder kräftigeres Haar, bemerken manche nach zwei bis drei Monaten. Deutlichere Ergebnisse zeigen sich, wenn überhaupt, meist nach vier bis sechs Monaten.
Nicht jeder Körper spricht gleich an. Damit das Ergebnis bleibt, ist eine Auffrischung etwa einmal im Jahr sinnvoll.
Hilfreich ist es, den Verlauf festzuhalten. Fotografieren Sie Ihren Scheitel oder Ihre Stirnpartie vor der ersten Sitzung immer im gleichen Licht und wiederholen Sie das alle paar Wochen. Veränderungen am Haar sind im Spiegel von Tag zu Tag kaum zu erkennen, auf Fotos über Monate aber besser zu beurteilen.
Hat sich nach den ersten drei Sitzungen nichts verändert, sprechen Sie offen darüber, ob weitere Termine sinnvoll sind. Walid Wahabie rät Ihnen nicht zu Behandlungen, die bei Ihnen voraussichtlich nichts bringen.
Ihr Facharzt
Was in den Preis einfließt
Eine Sitzung beginnt bei 429 €, drei Sitzungen bei 999 €. Die Kosten richten sich nach der Region, also Kopfhaut oder Gesicht, und nach der Zahl der Sitzungen. Ärztliche Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Die Krankenkasse übernimmt eine PRP-Behandlung in der Regel nicht.
Walid Wahabie ist Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie und hat in Essen Medizin studiert. In der Beratung bekommen Sie eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie anders ausfällt als erhofft. Den genauen Preis für Ihren Behandlungsplan nennt er Ihnen dort.
Auf Wunsch besprechen Sie auch, wie PRP zu anderen Maßnahmen gegen Haarausfall passt, die Ihr Hausarzt oder Ihre Hautärztin bereits empfohlen hat. Die Praxis finden Sie in der Girardetstraße 8 in Essen.
Üblich sind drei Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Das Ergebnis zeigt sich über Wochen bis Monate. Eine Auffrischung etwa einmal im Jahr ist sinnvoll, damit das Erreichte erhalten bleibt.
Wann sehe ich erste Ergebnisse?
Manche bemerken nach zwei bis drei Monaten weniger Haarausfall oder kräftigeres Haar. Deutlichere Veränderungen zeigen sich meist erst nach vier bis sechs Monaten, sofern Ihr Haar auf die Behandlung anspricht. Fotos im gleichen Licht helfen, den Verlauf zu beurteilen.
Hilft PRP bei jedem Haarausfall?
Nein. Am besten untersucht ist PRP beim erblich bedingten Haarausfall, und auch dort spricht nicht jeder an. Andere Ursachen sollten vorher ärztlich geklärt werden. Bei kreisrundem Haarausfall oder Haarausfall durch Mangelzustände steht die Behandlung der Ursache an erster Stelle.
Tut eine PRP-Behandlung weh?
Die Haut wird vorher mit einer Creme betäubt. Spüren können Sie trotzdem kleine Stiche und Druck. Danach kann die Kopfhaut einige Stunden empfindlich sein.
Wann darf ich nach PRP meine Haare waschen?
Warten Sie nach einer Behandlung der Kopfhaut am besten 24 bis 48 Stunden. Auf Färben und andere aggressive Haarbehandlungen verzichten Sie einige Tage. Verwenden Sie danach ein mildes Shampoo und rubbeln Sie die Kopfhaut nicht zu kräftig.
Kann ich nach der PRP-Behandlung arbeiten?
Meist schon am nächsten Tag. Rötungen und leichte Schwellungen gehen in der Regel schnell zurück. Sport und heiße Bäder lassen Sie etwa drei Tage lang weg. Eine Krankschreibung ist in der Regel nicht nötig.
Wie lange hält das Ergebnis einer PRP-Behandlung?
Das ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt davon ab, wie aktiv Ihr Haarausfall ist. Um ein Ergebnis zu erhalten, wird eine Auffrischung etwa einmal im Jahr empfohlen. Ohne Auffrischung kann der Haarausfall in seinem gewohnten Tempo weitergehen.
Für wen ist eine PRP-Behandlung nicht geeignet?
Nicht behandelt wird bei akuten Infekten, Autoimmun- und Krebserkrankungen, HIV oder Hepatitis, akuten Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Durchblutungs- und Gerinnungsstörungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.
Zahlt die Krankenkasse eine PRP-Behandlung?
In der Regel nicht. Die PRP-Behandlung ist eine Selbstzahlerleistung. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Was kostet eine PRP-Behandlung in Essen?
Eine Sitzung im Gesicht oder an der Kopfhaut beginnt bei 429 €, drei Sitzungen bei 999 €. Üblich sind drei Sitzungen zu Beginn. Ihren genauen Behandlungsplan besprechen wir in der Beratung.